Sven Pietsch, Gründer und CEO der Innoloft GmbH beantwortet 3 Fragen zu seinem Vortrag: Startup-Showcases: Data & Smart City – Datenbasierte Geschäftsmodelle für Versorger.

Sie stellen auf der Veranstaltung erneut Startups vor. Für welche haben Sie sich entschieden und warum?

Wir möchten uns dieses Mal dem Thema IoT und intelligentem Verkehr widmen. Mit 4Traffic präsentieren wir ein aufstrebendes Startup, was bereits heute im Bereich digitaler, LoRaWAN-basierter Verkehrsmessung möglich ist und wo hier Mehrwerte für Stadtwerke und Städte liegen. Mit Pires IoT werden wir uns dem Thema IoT widmen, welches aus einer Stadt der Zukunft nicht mehr weg zu denken ist und daher eine vielfältige Relevanz mit sich bringt.

Wie helfen uns Daten im Zusammenhang mit SmartCity dabei unser Leben zu verbessern?

Deutsche Städte und ihre Infrastruktur sind heute wahrscheinlich das „undigitalste“ Asset, was wir im Alltag erleben. Wenn wir einmal ehrlich zu uns selbst sind, wissen wir kaum etwas über den Zustand vor unserer Haustür, es sei denn, wir gehen raus. Es ist naiv zu glauben, dass sich die Digitalisierung in allen Bereichen durchsetzen wird, nur im Bereich der öffentlichen Infrastruktur nicht. Zu den Vorteilen ist ganz allgemein zu sagen, dass wir genau das erleben, was wir in anderen Bereichen ebenfalls bereits erlebt haben: Unser Leben wird schneller, effizienter, kostengünstiger. Mit mehr datenbasiertem Wissen kommen wir schneller von A nach B, wissen früher von auftretenden Schäden an Assets, können diese so effizienter beheben und sparen Kosten durch die Vermeidung von aufwendigen Reparaturarbeiten.

Welche Rolle spielen Versorger dabei?

Versorger haben die Möglichkeit, sich als Dienstleister für all die zahlreichen digitalen Dienstleistungen zu platzieren, die heute schon möglich sind und in Zukunft möglich werden. Es ist nicht gottgegeben, dass Google mehr weiß über die Verkehrssituation im Stadtgebiet oder amazon schneller Produkte zu mir nach Hause liefert. Deutschlands Städte, Gewerbe und Versorger schlafen hier noch und überlassen das Geschäft anderen. Doch wie immer gilt, wo ein Wille ist, ist auch heute noch ein Weg!