Malte Kalkoffen spricht über Stadt(werke)-Apps

Am 6. Oktober fand das mittlerweile siebte B E T Energieforum statt und begrüßte über 130 Gäste in Aachen in den Räumen des ehemaligen Klosters St. Alfons. Dieses Jahr drehte sich auf dem Energieforum alles um die Transformation des Energiemarktes. Die Besucher bekamen zudem eine neue Optik geboten: Die Sitzreihen ordneten sich in einem Halbkreis um ein neues Podium, sodass die Zuhörer näher an die Bühne und Sprecher heranrückten. Auf diese Weise konnte das Publikum noch besser den verschiedenen Beiträgen, Podiumsdiskussionen und Impulsreferaten – sogenannten Snapshots – folgen. Die Moderatoren des Tages, Michael Ritzau und Wolfgang Zander, zeigten sich sehr zufrieden mit den Veränderungen: „Wir freuen uns sehr, dass das aktualisierte Format mit neuer Bühne, neuer Sitzordnung und einigen inhaltlichen Neuerungen sehr gut bei unseren Kunden angekommen ist.“

Zeit loszulegen oder loszulassen?

Maßgeblich mit zum Erfolg des siebten Energieforums beigetragen haben natürlich auch die Referenten. Diese sprachen auf der neuen Bühne über das aktuelle Marktdesign, Energiepolitik, eine mögliche Wärmewende, die zunehmende Digitalisierung und neue Geschäftsfelder. Einer der Experten auf dem siebten B E T Energieforum war Malte Kalkoffen, Geschäftsführer von endios. Im Rahmen des Themas „Transformation und Digitalisierung“ zeigte er auf, wie aktuell die Digitalisierung ist: Smartphones haben mittlerweile eine weitgehende Marktdurchdringung erreicht und für den Kunden sind sie aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wenn Kunden im Schnitt 137 Minuten am Tag mit ihrem Smartphone verbringen und rund 150 Mal pro Tag zum Smartphone greifen – welcher Weg böte sich mehr an, um Kunden zu erreichen?

„Die Digitalisierung ist längst beim Kunden angekommen.“

Das einzige Problem: Energie stößt nur auf geringes oder gar kein Interesse beim Kunden. Energieversorger müssen daher auf andere Weise relevante Inhalte schaffen. Wie dies gelingen kann, zeigt das Konzept von stappy. Auch im Zeitalter der Digitalisierung können Energieversorger eine ihrer größten Stärken ausspielen: Die lokale Verwurzelung. Sie eröffnet einen Weg direkt in den Alltag des Kunden, denn nur wenige Themen haben für den Kunden mehr Relevanz als lokale Inhalte aus seiner unmittelbaren Umgebung. Allerdings wies Malte Kalkoffen auch darauf hin, dass Energieversorger den Schritt der Digitalisierung nicht zu sehr hinauszögern dürften, wenn sie nicht wollten, dass eine Tageszeitung oder die Stadt selbst zuerst mit einem entsprechenden Angebot an Kunden herantritt.

„Monetarisierung? Ein überschätztes Problem!“

Wenn es gelingt, mit der App das Herz des Kunden und seine Aufmerksamkeit zu gewinnen, dann lässt sich das Ganze auch monetarisieren. Dass das Konzept von stappy funktioniert, zeigen 23 zufriedene endios-Kunden, die den Weg der Digitalisierung bereits gegangen sind.

Das Fazit: Die Digitalisierung ist längst beim Kunden angekommen und je früher Energieversorger handeln, desto besser. Dieser Erkenntnis konnten sich auch die anderen Experten anschließen.

Im Anschluss an die Impulsreferate zum Thema „Transformation und Digitalisierung“ folgte eine Diskussion, an der sich auch das Publikum beteiligen konnte. In entspannter Atmosphäre bei Gesprächen zwischen den Referenten und Besuchern ist das siebte B E T Energieforum schließlich ausgeklungen.